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Letztes Update: 16.08.2005 17:53:45


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Installation auf UNIX-/LINUX-Systemen




Die MySQL AB -Gruppe hält von der Binär-Version für LINUX- und UNIX-Betriebssysteme in der Regel ein gepacktes TAR-Archiv (*.tar.gz) zum Download bereit.

Für LINUX ist darüber hinaus noch eine Version als RPM-Archiv (Red Hat Paket Manager) verfügbar. Für LINUX (Intel) ist dieses RPM-Archiv die einfachste Möglichkeit, LINUX zu installieren. Dies gilt jedoch nur, wenn Sie keine Distribution verwenden, die MySQL menügesteuert installiert.

Für die Installation des MySQL-Servers benötigen Sie das Paket MySQL-VERSION.i386.rpm, wobei VERSION für die aktuelle Versionsnummer steht, beispielsweise 3.23.46 oder 4.1.0. Dieses Archiv ist momentan. ca. 9 MB groß. Für die 3.23-Version ist es die MAX-Version, sie ist daran erkenntlich, dass die Archive MAX im Namen tragen.

Die Installation erfolgt über die Kommandozeile mit
$>rpm -i MySQL-VERSION.i386.rpm

Das RPM-Archiv legt die Daten in /var/lib/mysql ab und übernimmt die notwendigen Einträge in /etc/rc.d, damit der MySQL-Server automatisch beim Booten als Prozess startet.

Nach der Installation sollte der MySQL-Server betriebsbereit sein. Weiter unter werden Hinweise gegeben, wie Sie die Installation überprüfen können.


Installation eines TAR-Archivs

Wenn Sie eine Binär-Version installieren wollen, die als TAR-Archiv vorliegt, gehen Sie wie folgt vor:

Sie benötigen hierfür ein TAR-Archiv, das mit mysql-Version-OS.tar.gz bezeichnet ist. Version steht hierbei für die jeweilige Versionsnummer und OS für das Betriebssystem, beispielsweise mysql-3.23.46-pc-linux-gnu-i686.tar.gz.

Legen Sie, soweit nicht schon vorhanden, eine Gruppe mit dem Namen mysql an.
$>groupadd mysql

Achtung: Der Befehl groupadd kann je nach Betriebssystem variieren.


Legen Sie, soweit noch nicht vorhanden, einen Benutzer mit dem Namen mysql an:
$>useradd -g mysql mysql

Achtung: Der Befehl useradd kann ebenfalls je nach Betriebssystem variieren.


Wechseln Sie in das Zielverzeichnis, beispielsweise /usr/local/mysql. Sie benötigen in dem Zielverzeichnis Rechte, um Verzeichnisse erzeugen zu können.

Entpacken Sie das gepackte Archiv mit dem Befehl
$>gunzip /Pfad_des_Archivs/mysql-Version-OS.tar.gz | tar xvf

Linken Sie die Version auf Ihr MySQL-Verzeichnis.
$>ln -s mysql-Version-OS mysql

Im Verzeichnis bin, beispielsweise /usr/local/mysql/bin, Ihres MySQL-Installationsverzeichnisses befinden sich alle Hilfs- und Client-Programme, die MySQL mitliefert. Damit diese später gefunden werden, sollte Ihre PATH-Variable um dieses Verzeichnis ergänzt werden.

Wechseln Sie in das Verzeichnis scripts, beispielsweise /usr/local/mysql/scripts, Ihres Installationsverzeichnisses. Führen Sie das Skript mysql_install_db aus, um die Rechtetabelle von MySQL zu erzeugen. Dieses Skript muss nur bei einer Neuinstallation ausgeführt werden.

Aktualisieren Sie die Verzeichnisrechte der MySQL-Installation. Der Besitzer der ausführbaren Dateien sollte root-Rechte besitzen und das Datenverzeichnis dem Besitzer zugewiesen werden, der den mysqld (MySQL-Server) startet. In unserem Fall ist das der Benutzer mysql.
$>chown -R root /usr/local/mysql
$>chown -R mysql /usr/local/mysql/data
$>chgrp -R mysql /usr/local/mysql


Achtung: Die Verzeichnisse können bei Ihnen natürlich auch andere Bezeichnungen haben.


Abschließend müssen Sie Ihr System noch so vorbereiten, dass der MySQL-Server beim Booten des Betriebssystems automatisch startet. Dies erfolgt gewöhnlich über ein Skript in /etc/init.de und einen Link nach /etc/rc3.d/S99mysql sowie /etc/rco.d/S01mysql. Im Verzeichnis support-files finden Sie mit mysql-server ein vorbereitetes Skript, das Sie verwenden können.

Installation der Source-Distribution
Für die Übersetzung von MySQL auf ein UNIX-/LINUX-System werden folgende Programme benötigt, die auf dem entsprechenden Zielrechner installiert sein müssen:
. Ein gunzip und tar zum Entpacken der Archive.
. Einen ANSI C++-Compiler wie gcc. Empfohlen wird eine Version größer oder gleich 2.95.2. Die Verfügbarkeit eines entsprechenden Compilers ist auch vom Betriebssystem abhängig. Nähere Informationen hierzu können Sie der Datei INSTALL-SOURCE, die in den Sourcen enthalten ist, entnehmen.
. Ein Make-Programm wie GNU make

Der Ablauf der Installation ist wie folgt:

Sie benötigen ein TAR-Archiv, das mit mysql-Version.tar.gz bezeichnet ist. Sie finden diese Datei auf der Homepage von MySQL.

Legen Sie, soweit nicht schon vorhanden, eine Gruppe mit dem Namen mysql an.
$>groupadd mysql

Legen Sie, soweit noch nicht vorhanden, einen Benutzer mit dem Namen mysql an:
$>useradd -g mysql mysql

Wechseln Sie in ein Verzeichnis, in dem die Sourcen gespeichert werden sollen, beispielsweise /usr/src/mysql. Entpacken Sie dort das gepackte Archiv mit dem Befehl
$>gunzip /Pfad_des_Archivs/mysql-Version-OS.tar.gz | tar xvf

Führen Sie
$>./configure -prefix=/usr/local/mysql
mit gegebenenfalls weiteren gewünschten Optionen aus. Weitere Optionen erhalten Sie über den Befehl configure -help.

Führen Sie
$>make
aus.

Führen Sie
$>make install
aus.

Wechseln Sie in das Verzeichnis scripts, beispielsweise /usr/local/mysql/scripts, Ihres Installationsverzeichnisses. Führen Sie dort das Skript mysql_install_db aus, um die Rechtetabelle von MySQL zu erzeugen. Dieses Skript muss nur bei einer Neuinstallation ausgeführt werden.

Aktualisieren Sie die Verzeichnisrechte der MySQL-Installation. Besitzer der ausführbaren Dateien sollte root-Rechte besitzen und das Datenverzeichnis dem Besitzer zugewiesen werden, der den mysqld (MySQL-Server) startet. In unserem Fall ist das der Benutzer mysql.
$>chown -R root /usr/local/mysql
$>chown -R mysql /usr/local/mysql/data
$>chgrp -R mysql /usr/local/mysql


Kopieren Sie die Beispielkonfigurationsdatei nach /ect:
$>cp support-files/my-medium.cnf /etc/my.cnf

Testen Sie, ob der MySQL-Server betriebsbereit ist. Dieses kann durch Starten des Servers erfolgen. Der Befehl hierfür lautet
$>/usr/local/mysql/bin/mysqld_safe --user=mysql &

Abschließend müssen Sie Ihr System noch so vorbereiten, dass der MySQL-Server beim Booten des Betriebssystems automatisch startet. Dies erfolgt gewöhnlich über ein Skript in /etc/init.d und einen Link nach /etc/rc3.d/S99mysql und /etc/rco.d/S10mysql. Im Verzeichnis support-files finden Sie mit mysql.server ein vorbereitetes Skript, das Sie verwenden können.


mysqld_safe

Unter UNIX-Systemen wird ein Skript mit dem Namen mysqld_safe mitgeliefert, das zusätzliche Sicherheits-Features für den Start des MySQL-Servers bietet. Hierzu gehören der automatische Restart nach einem Fehler oder die Protokollierung von Server-Vorgängen. Das Skript benötigt mit kleinen Ausnahmen dieselben Parameter wie mysqld und muss in der Regel nicht editiert werden.



 


Installation des MySQL-Datenbankservers
 




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